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Arbeitsrechtsschutz

Arbeitsrechtsschutz

Streit gibt es ja durchaus manchmal am Arbeitsplatz. Was aber, wenn solche Auseinandersetzungen sind mit dem Arbeitgeber oder dem Kunden ereignen und sich außergerichtlich nicht regeln lassen? Dann greift der Berufs- oder Arbeitsrechtsschutz, eine Versicherung, die Sie gegen die Gerichtskosten schützt, die in vielen Rechtsstreitigkeiten leicht und schnell die Tausendermarke überschreiten können. Unser 11880.com-Versicherung-Ratgeber erklärt, wie der Arbeitsrechtsschutz für Sie arbeitet.

Was leistet der Arbeitsrechtsschutz?

Arbeitsrecht
© KatarzynaBialasiewicz - istockphotos.com

Immer wieder mal kann es passieren, dass es im Arbeitsleben Ungereimtheiten gibt. Zunächst einmal geht man davon aus, dass beide Parteien ein Interesse daran haben, die Ungereimtheiten ohne große Probleme zu bereinigen. Dies ist jedoch nicht immer möglich. Wenn ein Konflikt sich nicht mehr außergerichtlich lösen lässt, kommen Anwälte, Gerichte und damit einhergehend auch hohe Gerichtskosten ins unerfreuliche Spiel. Doch Sie haben eine Chance, diese teilweise enormen Kosten von sich abzuwenden, wenn Sie vorher eine Arbeitsrechtsschutzversicherung abgeschlossen haben.

Leistungen des Arbeitsrechtsschutz

Der Arbeitsrechtsschutz ist eine Vorsorgeversicherung und tatsächlich sorgen Sie damit einem drohenden finanziellen Niederschlag vor, wenn Sie gegen die hohen Kosten eines Rechtsstreits versichert sind. Ihr Gehalt wird nicht gezahlt, Sie erhielten ein ungerechtfertigt schlechtes Arbeitszeugnis oder Ihnen wurde gar ungerechtfertigt gekündigt? Verschaffen Sie sich Recht und tun Sie dies ruhigen Gewissens, da Ihnen die folgenden Kosten erspart bleiben:

  • eigene Anwaltskosten
  • gegnerische Anwaltskosten
  • ggf. Schlichtungsverfahren / Mediation
  • Gerichtskosten (inkl. Gutachter, Zeugen)

Achten Sie auch auf Leistungen wie:

  • globaler Versicherungsschutz
  • freie Anwaltswahl
  • kostenlose Telefonberatung
  • keine Wartezeit

Wann greift der Arbeitsrechtsschutz?

Mobbing
© Gruppo_Teatrale_Universitario - istockphotos.com

Häufige Beispiele dafür, wann der Arbeitsrechtsschutz Ihnen grundsätzlich zur Seite steht, sind folgende:

  • ausgebliebene Gehaltszahlungen
  • ungerechtfertigte Kündigung
  • Mobbing
  • grobes Fehlverhalten von Arbeitnehmern
  • ungerechtfertigte Beschuldigung
  • Angriffe oder Übergriffe am Arbeitsplatz

Hilfe bei jedem Prozessausgang

Dies sind nur einige Beispiele aus dem Verhältnis zwischen Angestellten und Arbeitgebern, bei denen der Arbeitsrechtsschutz greift.
Auf den „doppelten Boden“ Arbeitsrechtsschutz können Sie sich auf jeden Fall verlassen, ob Ihr Fall nun für oder gegen Sie verläuft, ob Sie Kläger oder Beklagter sind. Vor allem, wenn Sie Ihr Gerichtsverfahren verlieren, können Ihnen schnell Kosten von vielen Tausend Euro entstehen, da Sie dann alle Kosten, auch für den gegnerischen Anwalt, tragen müssen. Mit dem Arbeitsrechtsschutz können Sie sich bei betrieblich bedingten Streitigkeiten beruhigt zurücklehnen.

Wer kann den Arbeitsrechtsschutz in Anspruch nehmen?

Dabei kann prinzipiell jeder den Arbeitsrechtsschutz in Anspruch nehmen und sich somit bei juristischen Angelegenheiten unterstützen lassen. Der Arbeitsrechtsschutz bietet sich für Arbeitnehmer, aber auch für Arbeitgeber an, für Selbstständige und Freiberufler und auch für Beamte und Geschäftsführer. Letztere Personengruppen, sowie auch Führungskräfte oder Angestellte im hohen Management, tragen große Verantwortung und sollten im Falle einer Rechtstreitigkeit gegen die oftmals immens hohen finanziellen Risiken versichert sein.

Was kann der Arbeitsrechtsschutz kosten?

Sicherheit, die durchaus ihren Preis hat. Der Arbeitsrechtsschutz gehört nicht zu den günstigsten Versicherungen und kann mehrere Hundert kosten oder sogar im vierstelligen Bereich liegen. Dennoch nicht viel, wenn man bedenkt, was ein langwieriger Streit vor dem Arbeitsgericht kosten kann. Zudem sind die Beiträge zum Arbeitsrechtsschutz als Werbungskosten steuerlich absetzbar.

Zusammensetzung der Beiträge zum Arbeitsrechtsschutz

Bei den Beiträgen zum Arbeitsrechtsschutz kommt es ganz auf den Selbstbehalt an, also den Teil der Kosten, den Sie bei einem Rechtsstreit selbst tragen. Hinzu kommt, dass viele Arbeitsrechtsschutzversicherungen nur in Kombination mit einer Privatrechtschutzversicherung angeboten werden. Zudem zählt natürlich das Risiko, bzw. das Risiko im Streitfall. Ein Risiko, das Versicherer tendenziell bei Selbstständigen höher einschätzen, weswegen Arbeitsrechtsschutz für Selbstständige meist teurer ausfällt.

Arbeitsrechtsschutz und Wartezeit

Bedenken Sie, dass die meisten Arbeitsrechtsschutzversicherungen eine gewisse Wartezeit beinhalten. Diese liegt in der Regel bei drei Monaten, in denen für vorher begonnene Streitigkeiten keine volle Kostenübernahme gewährleistet wird. Die meisten Arbeitsrechtsschutz-Versicherer bieten in der Wartezeit lediglich die Grunddienstleistungen an, wie zum Beispiel die telefonische Beratung.

Wann / für wen lohnt sich der Arbeitsrechtsschutz?

  • Grundsätzlich für jeden Berufstätigen
  • Für Selbstständige und Freiberufler eine wichtige Absicherung
  • Wenn Ihr Arbeitgeber einen streitbaren Ruf hat
  • Grundsätzlich für Arbeitgeber
  • Für Geschäftsführer und andere Führungskräfte


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